Eine einfache Frage, die Rückschlüsse auf große Kommunikations-schwierigkeiten zulässt. Die Steigerung dieser oder ähnlicher Fragen
ist allerdings die Funkstille, die Sprachlosigkeit.
Sprachlosigkeit wird häufig unbewusst als Weg gewählt, wenn die Alternativen entweder Streit oder Gespräche sind, die voll von Unterstellung und Vorbehalten wären. Lösungsansätze oder postive
Entwicklungen gibt es in einem solchen Stadium kaum noch:
Dies gilt für Ehepaare oder Lebenspartner, die sich im Streit befinden,
in gleicher Weise auch auf der Eltern-Kind-Ebene und natürlich
auch in allen beruflich-geschäftlichen Auseinandersetzungen.
Am Ende steht nicht selten der Bruch von vorher wichtigen und
wertvollen Beziehungen.
Was kann man gegen ein so vergiftetes Gesprächsklima tun?
Ein Mediationsprozess versucht mit Hilfe eines Moderators, die Standpunkte der Beteiligten zu versachlichen, so, dass sie auch von der anderen Seite angehört werden können. Dazu ist nicht selten ein separates Erstgespräch mit den beteiligten Personen unabdingbare Voraussetzung.
Der Mediator erarbeitet und begleitet in der nächsten Phase unter aktiver Einbeziehung seiner Klienten einen Dialog. Neben dem Ziel, wieder ins Gespräch zu kommen, geht es auch um die Rückbesinnung auf menschliche Achtung und Respekt vor dem Anderen. Im Idealfall wird miteinander ein Lösungsvorschlag erarbeitet, der durch die Zustimmung der Beteiligten verbindlich wird und so einen Neuanfang ermöglicht.
„Schön, dass wir wieder miteinander sprechen können!“, heißt es also, wenn die Mediation erfolgreich war!
Aber auch bei einer bereits erfolgten oder nicht mehr zu verhindernden Trennung kann mit Hilfe von Mediation eine Lösung erarbeitet und erreicht werden, die Zeit, Geld und eine gerichtliche Auseinandersetzung zu ersparen hilft. Dies ist insbesondere bei elterlichen Trennungen oder bei Scheidung sehr entlastend, weil Kinder dadurch viel weniger involviert werden und weniger unter der Auseinandersetzung zu leiden haben.